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Gesegnete Pfingsten

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth

Sacharja 4, 6 

Er hatte immer seine Not mit Pfingsten. Die Erzählung aus dem ersten Kapitel der Apostelgeschichte gehörte zwar zu seinen Lieblingsgeschichten aus der Bibel,weil er sich so wunderbar vorstellen konnte, wie die Parther und Meder, die Kreter und Araber und all die Menschen aus Phrygien und Pamphylien das Gotteslob in ihrer eigenen Sprache hörten.

Das muss ein Fest gewesen sein, ein Wundern und Staunen über die Gnade des Lebens und der Gemeinschaft.

Aber kaum stand er auf der Kanzel der kleinen Dorfkirche, war ihm gar nicht mehr pfingstlich zumute. Die 10 bis 15 Männer und Frauen waren alle aus Deutschland, ja sogar aus dem Dorf selbst, und kamen vermutlich jedes Jahr mit derselben Frage zum Gottesdienst: Was war das gleich noch mal, Pfingsten?

 

Er mühte sich redlich, seiner Gemeinde die eigene Begeisterung über diese im wahrsten Sinne wunderbare Geschichte nahezubringen. Aber so sehr er sich mühte, der Funke wollte nicht so recht überspringen – ja, wie auch, wenn alle so und so in einer Sprache sprechen und nur verstreut in verschiedenen Kirchenbänken sitzen?

 

Er kam sich vor wie jemand,  der einen Witz erzählt, aber die Pointe erklären muss, weil er sonst nicht verstanden wird. Und die aus den letzten Löchern pfeifende Orgel konnte den Geist auch nicht herbeilocken.

Vom Gotteslob zu Bier und Grillwurst Nach dem Gottesdienst war er dann wie das ganze Dorf beim Hafenfest mit Grillwurst, Bier und Reitturnier. Wie es sich damals noch gehörte, wurde das Fest erst nach dem Gottesdienst eröffnet. Von Gott war dort natürlich nicht die Rede, von Pfingsten auch nicht, aber der Heilige Geist war in der Lebensfreude und in der unbeschwerten Gemeinschaft durchaus zu spüren. Jedenfalls wenn man mit diesem Blick das Geschehen betrachtet.

Pfingsten muss anders gefeiert werden, dachte er. Ein Jahr später verlegte er den Gottesdienst an den Hafen, was damals, vor 30 Jahren, noch recht ungewöhnlich war. Die Lokal zeitung schrieb dazu:„Traditionell findet der Pfingstgottesdienst am Hafen statt.“ Vermutlich wusste der Redakteur, dass Tradition nicht allein mit Jahreszahlen zu tun hat, sondern eher damit, dass sich Vergangenes und Gegenwärtiges auf stimmige Weise miteinander verknüpfen.

 

Unter den jetzt gut hundert Gästen auf den Bierbänken saß sicherlich manch Kirchenskeptiker, aber möglicherweise hat sich auch ihm so, wie dem Phrygier von damals, der Himmel aufgetan.

Ob er beim Singen von „Geh aus mein Herz und suche Freud“ den Heiligen Geist gespürt hat, wird man bezweifeln dürfen. Nicht zu bezweifeln ist aber, dass sich der Heilige Geist ausgesprochen gern in der Lebenslust und dem Gemeinschaftserlebnis nieder lässt. Denn wo Menschen miteinander vertraut werden, fällt sehr viel eher ein solidarisches Trostwort als in der Vereinzelung.

Ja, Pfingsten lässt sich durchaus auch heute erleben, dachte er euphorisch auf dem Heimweg ins Pfarrhaus. Es muss ja nicht jeder so sehen wie ich, aber heute war doch der Himmel auf Erden spürbar.

Abends im Bett korrigierte er sich: Ein kleiner Ausschnitt des Himmels, der irgendwie für den gottgewollten Idealzustand menschlichen Lebens steht, war mitten in der von Krieg und Unglück zerklüfteten Welt erlebbar.

 

Pfingsten ist ein tolles Fest –wenn man es denn findet.
Pastor Dr. Friedrich Brandi
(Quelle Evangelisches Wochenblatt für die Nordkirche Nr. 20/2018)

Studientag „Kirche und Resonanz“ mit Prof. Dr. Hartmut Rosa, Jena und Prof. Dr. Jörg Hübner (Bochum/Bad Boll)
„Resonanz“ ist ein bisher noch unverbrauchter Begriff, um die Dimensionen der Kontingenz- und Transzendenzbewältigung angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen wie Entfremdung und Beschleunigung beschreiben zu können - der zugleich für einen biblischen Zentralaspekt steht: das Beziehungsgeschehen des Evangeliums. Beim Studientag sollen die theologischen und soziologischen Implikationen, die sich damit für eine missionarische Hinwendung zum Menschen verbinden, vertieft erörtert werden. Teilnehmerzahl beschränkt! 15.10.2018, 10.00 - 17.00 Uhr, Augustinerkloster Erfurt, Raum Staupitz/Lang, Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt Ihre Anmeldung erbitten wir baldmöglichst, spätestens jedoch bis Mitte September 2018 per Post oder E-Mail an unser Dortmunder Büro (info@zmir.de).


ZMiR-Jahrestagung 2018 Gemeinschaft der Glaubenden. (Neue) Sozialformen der Nähe als Kirchengestalt.
Zur Zukunft der Kirche gehören vernetzte kleine Gruppen. Die gemeinsam mit der AMD Berlin getragene Tagung geht den Voraussetzungen und Chancen kleiner Gruppen nach. Montag, 26. November 2018 bis Mittwoch, 28. November 2018 im Augustinerkloster Erfurt. u.a. mit: Prof. Dr. Christian Grethlein, Münster Dr. Ulrike Bittner, Liestal Prof. Dr. Ralf Kunz, Zürich
Anmeldungen sind ab sofort möglich: www.zmir.de -> Aktuelles -> Jahrestagung 2018 -> anmelden


Internationales Symposium Kirche[n]gestalten. Re-Formationen von Kirche und Gemeinde in Zeiten des Umbruchs Ecclesia semper reformanda – dieses Motto gilt auch nach dem 500-jährigen Reformationsjubiläum ungebrochen. Wie dieser Wandlungsprozess als proaktiver Gestaltungsprozess gelingen kann, ist Gegenstand einer breiten fachwissenschaftlichen Debatte, an die das für 2018 geplante Symposium „Kirche[n]-gestalten“ anknüpft. Dabei werden ökumenische und internationale Stimmen aus den Bereichen Theologie, Sozialwissenschaft, Innovationsforschung und Kirchenleitung interdisziplinär zusammengebracht. 

24. – 26. Mai 2018, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin–Luther–Straße 14, 17489 Greifswald

 

Das aktuelle Programm und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier: www.wiko–greifswald.de

17_10_23_Flyer_Kirchengestalten.pdf
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Eine Einladung an alle, die gerne in Gemeinschaft Mittagessen wollen

Die nächste Mahlzeit findet statt am


29.06.2018

um 12:30 Uhr

in den Räumen der Limesgemeinde.

Im Juli und  August kein Mittagstisch.
Anmeldungen bitte unter 06196-5038390

 

 

 

 

 

 

 

 Wissenschaftliches Bibellexikon

 

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Der Online-Glaubenskurs der EKD 

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